Noel Mosen

Homosexualität, Gesellschaft und Politik:
Bericht eines Insiders

Die politisch-emanzipatorische Schwulen-Bewegung (Gay Liberation Movement) ist ihren Kinderschuhen seit den Stonewall-Unruhen vom Juni 1969 längst entwachsen. Aus einer Gruppe von zornigen Männern, die Steine auf Polizisten warfen, ist in den letzten 25 Jahren eine gut organisierte, leidenschaftliche und sich in der Öffentlichkeit hervorragend darstellende politische Bewegung unserer Zeit geworden. Es gibt nur wenige politische Bewegungen, die sich ähnlich schnell entwickelt haben. Die politisch-emanzipatorische Schwulen-Bewegung wird heute unterstützt von einflußreichen Rechtsanwälten, Psychologen und Geschäftsleuten. Nur wenige Politiker wagen es, sich ihr öffentlich entgegenzustellen. Es ist ihr gelungen, die schwulen Rechte als Menschenrechtsprobleme darzustellen und in der ganzen Welt Gesetze, politische Grundsätze und sogar Politiker zu beeinflussen

Meine Lebensgeschichte

Die meiste Zeit meines Lebens bin ich selbst politischer Aktivist gewesen und habe auf beiden Seiten der Bewegung gekämpft: zunächst als Aktivist der politischen Schwulen-Bewegung (Gay Liberation Movement), als ich für Gesetzesreformen und die Akzeptierung der Homosexualität als vollwertigen alternativen Lebensstil kämpfte. Und jetzt, seit zehn Jahren, als Christ und heterosexueller ex-homosexueller Mann kämpfe ich gegen dieselben Gesetze und dieselbe Bewegung, die ich vorher mitaufbauen half. Im folgenden möchte ich meinen Positionswechsel erklären und meinen Einsatz bezüglich Gesetzesänderungen darstellen. Dazu muß ich weiter ausholen und etwas über mein Leben berichten und wie es dazu kam, daß ich erkannte, daß Homosexualität nicht das ist, was ich in ihr gesehen hatte.

Ich wuchs in der Kleinstadt Putaruru in Neuseeland auf. Als Adoptivkind war ich sehr einsam und hatte immer den Eindruck, daß mein Adoptivvater mich anders behandelte als seine "richtigen" Kinder. Ich sehnte mich nach Zuwendung und Anerkennung von ihm, aber ich hatte nie das Gefühl, wirklich zu ihm zu gehören. Da nahm ein Mann aus der Nachbarschaft, ein Pastor, mich unter seine Fittiche. Ich verbrachte manchen Nachmittag bei ihm und genoß es, so von einem älteren Mann angenommen und geliebt zu werden. Heute weiß ich, daß einiges von dem, was er mit mir machte, sehr sexuell war, aber als Kind war mir das nicht bewußt. Doch dann, eines Tages, vergewaltigte er mich; ich war damals siebeneinhalb.

Obwohl ich schockiert und verletzt war und die Vergewaltigung sehr schmerzhaft war, wollte ich das Gefühl nicht missen, daß dieser Mann mich wollte und liebte. Als ich älter wurde, entwickelten sich sexuelle Beziehungen zu einer Gruppe von Jungen, und als Teenager war ich bereits homosexuell-promisk und trieb mich in öffentlichen Toiletten und anderen sex-versprechenden Orten herum. Mit 14 Jahren verließ ich mein Elternhaus und zog nach Auckland, der größten Stadt Neuseelands, die eine aktive Schwulengemeinschaft hat. Als Teenager und Twen tauchte ich voll in den homosexuellen Lebensstil ein: tagsüber arbeitete ich, den Abend verbrachte ich fast immer damit, den Partner für die nächste gemeinsame Nacht zu suchen.

Ich schloß mich auch örtlichen politischen Schwulen-Gruppen an, die die Einstellung der Gesellschaft zugunsten unserer Ideale verändern wollten. Wir wollten in allen gesellschaftlichen Gruppen Leute haben, die die Schwulen - Bewegung unterstützen würden. Wir sprachen in Schulen, Institutionen und Vereinen über Homosexualität und erzählten sogar Kindern, wie die technischen Abläufe beim homosexuellen Sex sind. Die Kinder zeigten Interesse, und ich schäme mich heute, wenn ich daran denke, daß ich einige vielleicht dazu animiert habe, es auszuprobieren.

1975 wirkte ich bei der Gründung der "Metropolitan Community Church" mit, einer Schwulen-Kirche in Auckland. Wir wollten das Denken der Groß-Kirchen ändern und im Lauf der Zeit auch andere Kirchen von unseren Ansichten überzeugen. Wir wollten auch das Konzept von Familie umgestalten und stattdessen Konzepte wie "Schwulenehe" und ähnliches durchsetzen. Ich war selbst bei der ersten "Schwulen-Trauung" dabei, als unser Pastor, ein anglikanischer Pfarrer, 1978 seinen Liebhaber heiratete. Ich half auch, die erste Demonstration der Schwulen - Bewegung, den sogenannten "Gay Pride March" in Auckland mitzuorganisieren. Er sollte zeigen, daß die Bewegung eine emstzunehmende gesellschaftliche Kraft ist.

Mein Auftrag war es auch, eine "Belästigungs-Kartei" anzufertigen, eine Zusammenstellung von Fällen angeblicher Belästigung gegen Schwule. Diese Art von Informationen sollte uns helfen, unsere Lobby im Parlament zu stärken oder Prozesse zu führen. Die meisten in dieser Kartei gesammelten Fälle waren übertrieben; wir hatten sogar Leute angestellt, die den Beschwerdeführern halfen, ihre Berichte so farbig wie möglich zu gestalten. 1978 verließ ich Neuseeland und übergab meine Kartei der "Gay Task Force", die heute eine der größten und bestorganisierten aktiven Schwulen-Gruppen in Neuseeland ist.

Ich zog nach England und engagierte mich in schwulen Beratungs-Gruppen wie "The London Friend" und "Icebreakers". Auf Veranstaltungen dieser Gruppen berichteten homosexuell Empfindende, wie sie sich öffentlich zu einem schwulen Lebensstil bekannt hatten und wie sie mit diesem Lebensstil zurechtkamen. "Neue" wurden gedrängt, dasselbe zu tun. Organisiert wurden diese Aktivitäten von Rechtsanwälten und Ärzten, die ihre Klienten überzeugen konnten, daß sie unveränderbar homosexuell seien und daß sie diese Tatsache feiern sollten. Heute sehe ich dies als eine Art Indoktrination, in der viele Männer, die eigentlich nur unsicher bezüglich ihrer Sexualität waren, zu ergebenen homosexuellen Männern gemacht wurden. Nach kurzer Mitarbeit in diesen Gruppen wechselte ich in die "Gay Activist Alliance" über, eine politische Aktionsgruppe. Ende der 70er Jahre war ich an einer Kampagne gegen die englische Buchhandlungskette W.H. Smith beteiligt. Sie hatte sich geweigert, das Magazin "Gay News" ("Schwulen-Nachrichten") zu führen; wir demonstrierten vor den Läden und blockierten die Eingänge.

Ich denke, es ist wichtig hier zu erwähnen, daß der politische Kampf der schwulen Gemeinschaft ein Gefühl von Geschlossenheit und Identität gibt. Das Gefühl, gegen einen gemeinsamen Feind zu kämpfen, verbindet und hilft über Probleme hinweg, die man im schwulen Lebensstil hat, z.B. daß Liebhaber einem ausgespannt wurden, die Untreue und Einsamkeit des Lebensstils. Ich war in jenen Jahren sehr einsam und fuhr an den Wochenenden zu Plätzen, wo man schnell jemanden anmachen konnte. Siebenmal bekam ich eine Geschlechtskrankheit, aber wir nahmen das nicht sehr ernst, schließlich holten wir uns alle immer mal wieder etwas und wir gingen regelmäßig zum Arzt.

1982 verließ ich England und ging nach Tunesien. Inzwischen war ich sehr enttäuscht und ernüchtert über den homosexuellen Lebensstil. Wenn man 30 ist, ist es schwerer einen Partner zu finden: man ist älter und dicker und weniger attraktiv. Die Ablehnung, die man dann erlebt, kann schwer zu ertragen sein. Dann verließ mich mein Freund in Tunesien, nachdem er mein Geld mitgenommen hatte. Ich befreundete mich mit einem anglikanischen Pfarrer, Dan Sealy, und seiner Frau Susan, die in Tunis wohnten. Eines Tages diskutierte ich im Garten mit einem ihrer Freunde und schrie ihn an: "Wenn es Gott wirklich gibt, dann soll er sich mir zeigen!" Im nächsten Augenblick hatte ich eine Vision: Jesus kam blutüberströmt vom Kreuz herab, umarmte mich und sagte mir, daß er mich liebt. An diesem Tag wurde ich Christ.

Ein christlicher Lebensstil

Ich glaube nicht, daß christlicher Glaube und Homosexualität miteinander vereinbar sind. Gott erlaubte mir nicht, in meinem homosexuellen Lebensstil zu bleiben oder irgendwelche Kleider, Bücher, Gewohnheiten oder Phantasien zu behalten, die das alte Bild von mir selbst als homosexuellen Mann wachhielten. Ich stellte mein Leben bewußt unter seelsorgerliche Begleitung. Jeden Tag fragte mein Pastor mich, ob ich Pornographisches gelesen hätte oder in anderer Weise auf sexuellem Gebiet gesündigt hätte, und da ich versprochen hatte, nicht zu lügen, bemühte ich mich darum, "nein" antworten zu können. Jedesmal wenn ich mich versucht fühlte oder wieder in meiner Phantasie anfangen wollte, beteten wir gemeinsam. Auf diese Weise verloren meine homosexuellen Phantasien ihre Herrschaft über mich, und mein Lebensstil veränderte sich. Heute, nach elf Jahren, bin ich so heterosexuell wie jeder andere und seit sechs Jahren glücklich mit Jan verheiratet. Ich kann ehrlich sagen, daß ich in der Heterosexualität eine Erfüllung und Befriedigung gefunden habe, die die Homosexualität mir nie geben konnte. Als Leiter der ex-homosexuellen Seelsorge- und Beratungsarbeit "Lion of Judah Ministries" und als Pastor der Judea-Gemeinschaft in Wainuiomata in Neuseeland helfe ich heute anderen Männern, ihre Homosexualität zu überwinden.

Ich gebe diesen Lebensbericht, damit Sie besser verstehen, warum ich in der Homosexualität keine Alternative zur Heterosexualität sehen kann. Ich habe beide Lebensstile persönlich durchlebt und habe den homosexuellen Lebensstil als süchtigmachend, promisk und seelisch zerstörend erfahren. So weit ich weiß, ist von meinen früheren homosexuellen Freunden keiner mehr am Leben. Ich habe auch persönlich schwule Paare kennengelernt, die international als Beispiele verbindlicher homosexueller Liebesbeziehungen hochgehalten wurden, und weiß, daß sie in Wirklichkeit durch Lieblosigkeit, ständige Treulosigkeit und gegenseitigen Mißbrauch gekennzeichnet waren. Ich möchte klar sagen, daß ich heute an das, was ich früher Schülern beibrachte, nicht mehr glaube, und daß es falsch war, auf Gesetzesänderungen zu drängen, um die Ziele der emanzipatorischen Schwulen-Bewegung verwirklichen zu helfen.

Nachdem ich das Nötige über meine Person gesagt habe, möchte ich einen Blick auf die Ziele der Schwulen-Bewegung werfen und aufzeigen, warum meiner Meinung nach diese Ziele weder für die Gesellschaft noch für die Kirchen noch für die homosexuell empfindenden Menschen selbst gut sind.

Das Programm der Schwulen-Bewegung

Auch wenn die Bewegung es oft abstreitet, gibt es ein definitives schwules Programm. 1972 fand in Chicago eine Tagung der "National Coalition of Gay Organisations" (nationale Vereinigung der Schwulen-Organisationen) statt, bei der ein Grundmanifest für Schwulen-Rechte entworfen wurde. Die Forderungen dieses Manifests haben dem Zahn der Zeit erstaunlich gut widerstanden; seine sämtlichen Ziele finden sich in dem Forderungskatalog des Bürgerrechtsmarsches auf Washington, 1993, wieder.1

Die Ziele der Schwulen-Bewegung sind:

1 Gesetzgebung zum Verbot der Diskriminierung in Beruf, Wohnungswesen und Dienstleistungsbereich.

2. Freier Zugang für homosexuell lebende Männer zum Militär.

3. Aufhebung aller Gesetze, die einvernehmliche sexuelle Handlungen verbieten, darunter auch der Gesetze über die Minderjährigkeit.

4. Aufhebung aller Gesetze gegen Prostitution und das Zuhältergewerbe.

5. Recht aller homosexuell lebenden Menschen auf Adoption sowie auf Pflegeelternschaft.

6. Völlige Neudefinierung von Ehe, Aufhebung aller Einschränkungen bezüglich Anzahl und Geschlecht der Partner, die eine "Ehe" miteinander eingehen.

7. Staatlich finanzierte, von homosexuell lebenden Männern und Frauen gegebene Sexualerziehungskurse, die die Homosexualität als vollwertig und gesund darstellen und die Schüler und Studenten zum Ausprobieren "alternativer Lebensstile" ermutigen.

8. Staatliche Finanzierung von Schwulen-Gruppen und Unterstützungs - Programmen für homosexuell Orientierte; Einstellung der staatlichen Förderung für "diskriminierende" Gruppen, d.h. für religiöse Schulen.

9. Positive Diskriminierung, u.a. Quotenregelungen zur Sicherstellung angemessener Repräsentierung homosexuell Orientierter (In den USA streben Schwule eine Quotenregelung für Schulen an. Danach soll jeder zehnte Lehrer ein sich zu seinem schwulen Lebensstil offen bekennender sein, da ja "auch jeder zehnte Schüler homosexuell sei".)

Was die politisch-emanzipatorische Schwulen-Bewegung letztlich anstrebt, ist die völlige Akzeptanz homosexuellen Verhaltens als eine Spielart normalen menschlichen Verhaltens und Homosexualität als einen alternativen Lebensstil.2 Den schwulen Aktivisten Kirk und Madsen zufolge beinhaltet das politische Programm der Schwulen-Bewegung eine breit angelegte Kampagne, die den offen homosexuellen Lebensstil sozial akzeptabel machen soll. Als Strategie empfehlen sie eine ausgeklügelte Propagandakampagne, die "die Anti-Haltung der Gesellschaft transformieren"3 und die Gegner dieses Programms diffamieren und zum Schweigen bringen soll.

Unvereinbare Freiheiten

Was für Auswirkungen hätte es, wenn die politisch-militante Schwulen-Bewegung ihre Ziele erreichte? Das Ergebnis wäre: weniger Freiheit für den einzelnen - nämlich da, wo der einzelne wählen kann zwischen verschiedenen moralisch - ethischen Entscheidungen, die ihn persönlich treffen. Wo in Form von Anti - Diskriminierungsgesetzen oder Anti - verleumdungsgesetzgebung Moral gesetzlich geregelt wird, wird zwar eine Freiheit gewährt, jedoch auf Kosten einer anderen Freiheit. Der Verlust dieser anderen Freiheit ist vielleicht der Öffentlichkeit, die die neue Gesetzgebung befürwortet, gar nicht bewußt.

Nehmen wir z.B. ein Anti-Diskriminierungs-Gesetz, das dem Arbeitgeber die Diskriminierung homosexuell Lebender verbietet. Würde man eine Umfrage veranstalten mit der Frage, ob homosexuell Lebende wegen ihrer bloßen homosexuellen Lebensweise am Arbeitsplatz diskriminiert werden sollten, so würden die meisten Befragten mit "Nein" antworten. Diese Meinung ändert sich jedoch völlig, sobald gefragt wird, ob homosexuell Lebende als Lehrer an Schulen zugelassen werden sollten. Wird aber Arbeitsplatzdiskrimierung auf Grund einer sexuellen Orientierung per Gesetz für illegal erklärt, hat niemand mehr ein Recht, vorzuschreiben, wer Lehrer sein darf und wer nicht. Oder: nehmen wir einen Hauseigentümer, der auf Grund seiner religiösen Überzeugung nicht wünscht, daß in seinem Haus außerehelicher Sex getrieben wird. Die Anti-Diskriminierungs-Gesetze sichern dem homosexuell Lebenden freien Zugang zu allen Gütern und Dienstleistungen, aber sie nehmen dem Hauseigentümer die Freiheit zu entscheiden, daß sein Eigentum nicht benutzt werden sollte zu etwas, was in seinen Augen unmoralisch ist.

Die emanzipatorische Schwulen-Bewegung zielt ab auf zwingend bindende gesetzliche Festschreibung von moralischen und ethischen Werten. Die geht jedoch immer auf Kosten der moralischen und ethischen Werte des Individuums und der Kirchen. Solche Gesetze nehmen dem einzelnen das Recht zu wählen.

Auswirkungen

Den Kirchen ihr ethisches und moralisches Gewissen zu nehmen, hat Auswirkungen, die Angst machen. In Schweden, wo es gesetzlich verboten ist, negative Äußerungen über Homosexualität zu machen, wurde ein Pastor zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er in nicht genehmer Weise über das 1. Kapitel des Römerbriefs gepredigt hatte.4 In Norwegen wurde ein Pastor antihomosexueller Äußerungen in einer Radiosendung für schuldig befunden und durfte keine Schriften mehr in Schulen verteilen.5 In anderen Ländern werden kritische Äußerungen zur Homosexualität mit hohen Geldstrafen oder anderen Strafen belegt.6 Sollte es der Lobby der Schwulen-Bewegung in Hawaii gelingen, daß die Verweigerung homosexueller Trauungen als verfassungswidrige sexuelle Diskriminierung erklärt wird, so könnten die Kirchen gezwungen werden, homosexuelle "Ehen" zu schließen und anzuerkennen.7 Anti-Diskriminierungs-Gesetze von der Art, wie sie kürzlich in Neuseeland verabschiedet wurden, ermöglichen es jedem homosexuell Orientierten, der sich diskriminiert fühlt, Klage vor Gericht zu erheben, wobei die Beweislast beim Beschuldigten liegt. Dies ist eine sehr effektive Waffe in der Hand der Schwulen-Bewegung im Kampf gegen Andersdenkende.

Ein Mann, der sich selbst als "Schwulen-Revolutionär" bezeichnet, hat über die Gesellschaft, die er gerne verwirklicht sehen möchte, so geschrieben: "Wir werden Sodomie (gemeint ist Analverkehr. Anm. d.Ü.) an euren Söhnen betreiben ... Wir werden sie in euren Schulen verführen ... in euren Seminarien, in euren Jugendgruppen ... in eurem Kongreß, überall, wo Männer mit Männern zusammen sind. Eure Söhne ... werden nach unserem Bilde neugeschaffen werden; sie werden uns begehren, uns anbeten ... Alle Kirchen, die uns verdammen, werden geschlossen werden. Unsere einzigen Götter sind schöne junge Männer ... Jeder Mann, der von heterosexueller Lust befleckt ist, wird ... aus Positionen, die ihm Einfluß eröffnen, ausgeschlossen werden."8

Dies sind also die Ziele der politisch militanten Schwulen-Bewegung. Wie versucht sie, diese Ziele in die Tat umzusetzen? Wie bewerkstelligt sie die Gesetzes- und Einstellungsänderungen, die sie anvisiert?

Die politische Schwulen-Bewegung bedient sich ganz bestimmter Techniken. Ich selbst habe sie benutzt, als ich zu der Bewegung gehörte, und mußte später feststellen, daß sie gegen mich benutzt wurden, als ich in Neuseeland eine Beratungs- und Seelsorge-Arbeit für Menschen begann, die ihre Homosexualität überwinden möchten.

Einschüchterung

Die erste Technik, die ich erwähnen möchte, ist die Einschüchterung. Sie hat sich bisher als recht erfolgreich erwiesen. Nur wenige wissen, daß sie in den frühen 70er Jahren gegen die Amerikanische Psychiatrische Gesellschaft (American Psychiatric Association, APA) eingesetzt wurde, die zu der Zeit Homosexualität noch als psychiatrische Störung betrachtete. 1970 verschafften sich schwule Aktivisten mit gefälschten Papieren Zugang zur Jahrestagung der APA und schrien die Ärzte nieder. Bei der Mitgliederversammlung stürmten sie das Podium, griffen das Mikrophon und erklärten den Psychiatern den Krieg.9

Einschüchterung funktioniert. Die Buchhandlungskette W.H. Smith, vor der wir demonstrierten, gab schließlich nach und begann, die "Schwulen Nachrichten" zu führen, und der Vorstand der APA machte gegenüber der Schwulen-Lobby Zugeständnisse. Es gab keinerlei neue wissenschaftliche Ergebnisse oder Theorien über die Homosexualität. Die APA-Führung kapitulierte einfach vor dem politischen Druck und stimmte für die Erklärung, daß Homosexualität "keine Krankheit" sei.10 Als darauf die Mitglieder der APA ein Referendum verlangten, schickte die APA-Führung allen Psychiatern, die die Aktion verteidigten, einen von der "National Gay Task Force" finanzierten Brief.11 Das Referendum bestätigte die Erklärung der APA, aber eine spätere vertrauliche Umfrage zeigte, daß es zu Einschüchterungen gekommen war. Eine drei Jahre nach der Debatte durchgeführte neuerliche Befragung von 10 000 Psychiatern ergab, daß 69% von ihnen Homosexualität nach wie vor nicht für normales Verhalten hielten.12

In Neuseeland sind meine Frau und ich die Zielscheibe von Angriffen gewesen, um uns zum Schweigen zu bringen. Als ich 1986 nach Neuseeland zurückkehrte, erschien in einer christlichen Zeitschrift mein Zeugnis und ich begann mit dem Aufbau einer Seelsorge- und Beratungsarbeit für Menschen, die aus dem homosexuellen Lebensstil herauskommen möchten. Darauf wurde vor meinem Haus eine Schachtel vergraben, die laut einem anonymen Telefonanruf eine Bombe sein sollte (in Wirklichkeit war es nur ein Wecker). Als Jan und ich geheiratet hatten, folgten sieben Monate obszöner Telefonanrufe, viele davon ausgesprochen gemein, und etwa siebzig Morddrohungen. Bremsen und Lenkrad unseres Autos wurden sabotiert. Gefälschte Briefe von einem englischen Rechtsanwaltsbüro wurden herumgereicht, sie stellten mich als ein für sexuellen Kindesmißbrauch Verurteilten dar. Als wir unsere Gemeinschaft gründeten, wurden unsere Hunde vergiftet, unsere Nachbarn erhielten Briefe mit der Behauptung, wir bauten ein Rehabilitationszentrum für Pädophile, und eines Abends kreiste nach einer Brandbombendrohung ein Polizeihubschrauber über unserem Haus. Warum? Weil wir sagten, daß Homosexualität nicht ein angeborenes oder unveränderbares Schicksal ist und daß es Hilfe für homosexuell Orientierte gibt, die ihre Homosexualität überwinden möchten. Wenn Jan und ich nicht davon überzeugt gewesen wären, daß Gott selber uns in diese Arbeit gerufen hat, hätten wir nicht durchgehalten.

Gezielte Desinformation

Die zweite Methode ist einseitige Berichterstattung in den Medien. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß die Medien bei ihrer Suche nach möglichst heißen Meldungen, die sich gut verkaufen lassen, die Objektivität oft außen vor lassen. Geschichten über die "Entdeckung", daß Homosexualität biologisch bedingt sei, werden lang und breit veröffentlicht; über Zurücknahme dieser "Entdeckungen" oder Kritik an den Studien erfährt das Publikum nichts. Immer noch operieren die Medien mit Kinseys berühmter Statistik aus dem Jahre 1948, nach der 10% der Bevölkerung homosexuell orientiert sein sollen; über die mehr als zwanzig seither erschienen Studien, die diese Zahl alle auf etwa 1% korrigieren, ist sehr wenig berichtet worden.13 Die völlig falschen Vorstellungen, die durch solche Falschinformationen der Medien entstehen, sind für unsere Arbeit sehr erschwerend.

Ich möchte ein konkretes Beispiel für solche einseitige, irreführende Berichterstattung geben. Am 25. April 1993 marschierten 300 000 homosexuelle Männer und lesbische Frauen auf Washington zu, um "gleiche Rechte und mehr AIDS-Gelder" zu fordern.14 (Die Organisatoren erwarteten eine Million.) Nach Augenzeugenberichten verloren die Demonstranten jede Hemmung und führten in Einkaufszentren, in Parks, in den Straßen und unter dem Washington-Denkmal in aller Öffentlichkeit sexuelle Handlungen durch.15 Auf der Bühne traten sie nackt auf, simulierten sexuelle Handlungen und schrien Obszönitäten ins Mikrofon. Lesbische Frauen forderten in Sprechchören vor dem Weißen Haus, ihnen Chelsea Clinton, die Tochter des Präsidenten, herauszugeben, und die lesbische Zeremonienmeisterin drückte in ihrer Rede den Wunsch aus, es mit der Präsidentengattin Hilary Clinton zu treiben.16

Doch wie sahen die Medien den Marsch? Als "eine der größten Demonstrationen für Bürgerrechte, die die Hauptstadt unserer Nation je gesehen hat"17, und in welcher "die Organisatoren Schutz der Bürgerrechte, die Aufhebung des Militärverbots für homosexuelle Männer und mehr Gelder für die AIDS-Forschung" forderten.18 Das Verhalten der Demonstranten und andere kontroversere Forderungen wie die, daß Geschlechtsumwandlungs-Operationen als medizinisch notwendig und nicht mehr als kosmetische Eingriffe eingestuft werden sollten, wurden von den Medien übergangen.

Um gerecht zu sein, muß man sagen: die Medien haben ihr Quantum an Einschüchterung durch die politische Schwulen-Bewegung abbekommen und möchten wahrscheinlich nicht noch mehr davon. In Amerika wurde der Herausgeber der Zeitung "Sacramento Union" zusammengeschlagen, weil er an Stelle des Wortes "schwul" das Wort "homosexuell" benutzt hatte.19 Die Zeitung "Boston Globe" berichtete über die Demonstration in Washington und nannte dabei eine Teilnehmerzahl, die als nicht annehmbar, weil zu klein befunden wurde; nach einer Flut von Protesten kapitulierte sie und ernannte eine "Vertrauensperson" für den Kontakt mit der Schwulen-Bewegung.20 In Neuseeland wurde eine staatliche Unterstützung einer schwulen Organisation gegeben, die Homosexualität an Schulen fördert. Die Zeitung "Auckland Star" kritisierte diese Finanzhilfe.21 Sie wurde daraufhin boykottiert und ging ein, obwohl sie sich entschuldigt und Schadenersatz gezahlt hatte. Dies sind nur einige wenige Beispiele.

Sexualerziehung

Ein weiteres, in den Zielen der Schwulen-Bewegung sehr deutlich angesprochenes Mittel ist die Sexualerziehung, vor allem in Schulen. In den 70er Jahren nahm ich selber an einem dieser Programme in Neuseeland teil. Die Schwulen-Bewegung bestreitet zwar, daß Sexualerziehung die sexuelle Orientierung von Menschen beeinflussen kann, aber es ist klar, daß ihre Einstellungen zur Sexualität drastisch verändert werden können und einige unter Umständen zum Ausprobieren homosexueller Praktiken bewegt werden können. Fünf verschiedene Studien an Schülern mit entsprechendem Sexualkundeunterricht zeigten, daß sie nach Abschluß des Kurses gegenüber Aktivitäten wie Masturbation, oralem und analem Sex wesentlich toleranter waren und sie für normales Verhalten ansahen.22 Eine Studie an der "Humboldt State University" ergab, daß Sexualerziehung zu eindeutig erhöhter sexueller Aktivität führte.23 Die Annahme, daß homosexuelle Sexualerziehung zu verstärkter homosexueller Aktivität bei Jugendlichen führt, scheint von daher nur logisch. Die Zeitschrift "Insight" ("Innenansicht") berichtete kürzlich über einen Fünfjährigen, der nach umfassender Sexual- und AIDS-Aufklärung im Kindergarten nicht mehr wußte, wer er war, und sich für eine Lesbe hielt!24 Ich kann Ihnen einiges von dem Aufklärungs-Material zeigen, das die Kinder zu sehen bekommen, z.B. eine Broschüre, die einem sechs Jahre alten Mädchen in die Hand gegeben wurde und die eine nackte Frau zeigt, die sich einen künstlichen Penis umgeschnallt hat. Schon bei Erwachsenen vermag Pornographie die Bewertung sexueller Vorgänge frappierend zu verändern: eine Studie wies nach, daß nach dem Konsum von Pornographie sogar Frauen Vergewaltigung nur noch als Kavaliersdelikt ansahen.25

Auch Heranwachsende können unsicher sein über ihre sexuelle Orientierung. Im Tagebuch der Anne Frank beschreibt die vierzehnjährige Anne, wie sie sich zu Frauen hingezogen fühlt: "... einmal, als ich bei einer Freundin übernachtete, fragte ich sie, ob wir als Beweis unserer Freundschaft uns gegenseitig die Brüste befühlen wollten, aber sie weigerte sich. Ich fand es immer schön, sie zu küssen, und habe es auch getan. Jedesmal gerate ich in Ekstase, wenn ich eine nackte Frauengestalt sehe, z.B. eine Venus.... Ach, wenn ich doch eine Freundin hätte!"26 Doch später verliebte sie sich in einen Mann, Peter Van Daan. Ich frage mich, was wohl geschehen wäre, wenn Anne eine Lehrerin gehabt hätte, die ihr sagte: "Natürlich fühlst du dich zu Frauen hingezogen, du bist lesbisch, und das ist normal" - hätte sie dann überhaupt noch versucht, eine heterosexuelle Beziehung aufzubauen, oder nicht einfach das Etikett "lesbisch" akzeptiert?

Ich möchte an dieser Stelle einen amerikanischen Lehrer zitieren, Bill Springmann, der homosexuell ist. Was er tut, kann man nur noch als aktive Anwerbung von Kindern für den homosexuellen Lebensstil bezeichnen: "Und dann meine Lieblingsjungen ... Sie vertrauen mir, wenden sich an mich und sind besonders abhängig von mir. Sie suchen sogar die körperliche Nähe, streicheln meine Arme oder knöpfen mir das Hemd auf. Mir ist klar, daß die sexuelle Orientierung mit dem dritten oder vierten Lebensjahr festliegt, und da ich es schön finde, homosexuell zu sein, bin ich schon etwas parteiisch und stelle mir vor, wie diese Jungen vielleicht eine gesunde schwule Identität bekommen."27

Das Programm der Schwulen-Bewegung geht davon aus, daß Sexualerziehung die sexuelle Orientierung der Schüler gar nicht ändern könne, da diese angeboren und unveränderlich sei. Doch der gleiche Kinsey-Report, den die Schwulen-Bewegung so oft zur Rechtfertigung des homosexuellen Verhaltens heranzieht, stellte ausdrücklich fest, daß die sexuelle Orientierung eines Menschen veränderbar und fließend sei.28 Ich glaube daher, daß homosexuelle Sexualerziehung nicht erzieherisch ist, sondern bestenfalls ein Stück Politik und schlimmstenfalls aktive Werbung für den homosexuellen Lebensstil.

Was ist sexuelle Orientierung?

Ich möchte hier einen Augenblick abschweifen und einen Blick auf die für die Schwulen-Bewegung so zentrale Debatte über das Wesen der sexuellen Orientierung werfen. Warum wird soviel über die Ursachen der Homosexualität diskutiert? Weil die hier verwendeten Argumente Eindruck auf die Öffentlichkeit machen und einer der Hauptgründe für die Akzeptanz der Homosexualität als ethisch neutral sind. Wenn man beweisen kann, daß Homosexualität angeboren und genetisch verursacht ist, zeigt man ja damit, daß homosexuell orientierte Menschen nur tun, was ihrer Natur entspricht und daß es einer Selbstverleugnung gleichkäme, wenn man sie in heterosexuelle Rollen und Beziehungen hineinzwänge. Homosexuell orientierte Menschen sind damit auch jeder Verantwortung, etwas an ihrer Orientierung zu verändern, enthoben. Untersuchungen der öffentlichen Meinung kommen allgemein zu dem Ergebnis, daß Menschen, die Homosexualität für biologisch bedingt halten, eine positivere Einstellung zu Homosexuellen haben.29

Das Argument von der genetischen Bedingtheit der Homosexualität überzeugt nicht - schon gar nicht den Wissenschaftler. Anders als in der Öffentlichkeit oft angenommen, hat bislang keine einzige wissenschaftliche Studie oder Report zu diesem Thema (darunter so berühmte wie die von Hamer oder Le Vay30) je behauptet, eine genetische oder bioiogische Bedingtheit der Homosexualität gefunden zu haben.

Vielmehr wird immer wieder deutlich, daß die sexuelle Orientierung eines Menschen durch seine Umgebung beeinflußt werden kann. West führt eine ganze Reihe von Studien über Fälle an, wo aus verschiedenen Gründen der eine von zwei eineiigen Zwillingsbrüdern durch die Mutter oder den Vater wie ein Mädchen behandelt wurde (weil die Eltern sich ein Mädchen gewünscht hatten) und schließlich homosexuell wurde.31 Ein vergleichbares Phänomen ist der Fetischismus, d.h. die sexuelle Fixierung auf bestimmte Gegenstände.32 Fetischismus kann unmöglich angeboren sein und muß mithin nach der Geburt entstehen. Auch Fetischismus ist heilbar.

Ich glaube nicht, daß Homosexualität biologisch bedingt ist. Die Änderungen in der sexuellen Orientierung, die ich in meinem Leben und bei vielen anderen Menschen erlebt habe, sprechen eine andere Sprache. Tatsache ist, daß homosexuell Orientierte sich ändern können. Dagegen ist es noch niemandem gelungen, durch Therapie seine Augenfarbe zu ändern.

Ein Aspekt dieser Debatte, der meines Wissens bislang keine Beachtung gefunden hat, ist die Tatsache, daß selbst dann, wenn Homosexualität biologisch verursacht wäre, dies keineswegs automatisch bedeuten würde, daß sie ein moralisch neutrales Verhalten darstellt. Dieses Argument bedarf der näheren Betrachtung. Wenn wir uns als primär physische Wesen betrachten, akzeptieren wir damit, daß der physische Zustand unseres Gehirns unser Verhalten determiniert. Jegliche Änderung in unserem Verhalten muß dann auf Änderungen in Struktur oder Vorgängen in unserem Gehirn zurückzuführen sein; die unmittelbare Ursache unseres Verhaltens ist immer der augenblickliche Zustand unseres Gehirns. In dieser Sichtweise ist Verhalten vollständig physisch verursacht und nicht geistig oder seelisch.

Wenn aber jedes Verhalten biologisch verursacht ist, dann können wir nicht mehr moralisch zwischen zwei Verhaltensweisen unterscheiden; und wenn "biologisch verursacht" bedeutet, daß wir die Verhaltensweisen nicht kontrollieren können, dann kann Verhalten generell nicht kontrolliert werden. Die "Entdeckung" (oder auch nur Annahme), daß ein bestimmtes Verhalten biologisch verursacht ist, läßt den Gesichtspunkt der Kontrolle oder Verhaltenswahl völlig außen vor.

Letztlich muß ich also das Argument einer biologischen Bedingtheit der Homosexualität als bloßes politisches Druckmittel zur Förderung der Akzeptanz des homosexuellen Lebensstils und des homosexuellen Verhaltens zurückweisen.

Die Homosexuellen als gesellschaftliche Minderheit

Auf der Basis des eben Gesagten möchte ich nun zu den Strategien der politisch-emanzipatorischen Schwulen-Bewegung zurückkehren, die sie benutzt, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Ich möchte einen Blick werfen auf die Strategie, daß Homosexuelle als benachteiligte Minderheit in der Gesellschaft gelten sollen. Die Schwulen-Bewegung benutzt (etwa im Stil der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA der frühen 60er Jahre) das Argument der biologischen Determiniertheit und Unveränderbarkeit, um sich als Gruppe darzustellen, die des besonderen gesellschaftlichen Schutzes bedarf - ein Image, das sich an das moralische Gewissen der Mitmenschen wendet und darauf abzielt, jegliche Äußerungen gegen die Schwulen-Bewegung oder gegen Homosexualität an sich massiv zu erschweren. Ich möchte dies im folgenden näher untersuchen, denn ich halte Homosexualität nicht für ein Charakteristikum wie Rasse oder Religion.

Worte wie "Menschenrechte", "Privatsphäre", "Diskriminierung", "Würde" und "Freiheit" üben eine große Anziehungskraft aus. Diese Anziehungskraft nutzt die Schwulen-Bewegung aus, indem sie ihren Kampf als einen Kampf um persönliche Rechte und Würde darstellt und nicht als das, was er ist: den Kampf um die Durchsetzung eines Lebensstils, der sich um sexuelle Beziehungen zu Personen des gleichen Geschlechts dreht. Es wird denn auch sehr leicht vergessen, um welches Verhalten und welchen Lebensstil es hier überhaupt geht. 1978 wurde in einer amerikanischen Fernsehdiskussion über eine Rechtsverordnung zum Schutz von Homosexuellen die Vorsitzende einer örtlichen Menschenrechtsgruppe gefragt, ob sie denn keinen moralischen Unterschied sehe zwischen dem Gewähren besonderen Schutzes für unbescholtene Menschen, die zufällig als Schwarze geboren waren, und dem Gewähren solchen Schutzes für Männer, die sich bewußt und freiwillig für die Ausübung von Analverkehr mit anderen Männern entschieden. "Aber so was würden die doch nie im Leben tun", war ihre Antwort.33

Der homosexuelle Historiker Dennis Altman hat es so ausgedrückt: "Der größte Einzelsieg der Schwulen-Bewegung im letzten Jahrzehnt ist die Verlagerung der Debatte weg vom Verhalten und hin zu Identität. Dies hat die gegnerische Seite in eine Position gedrängt hat, in der sie als Angreifer der Rechte homosexueller Bürger dasteht und nicht mehr Bekämpfer eines bestimmten und ihrer Meinung nach anti-sozialen Verhaltens."34

Dieses Argument ist in der Kontroverse über die Zulassung Homosexueller zum amerikanischen Militär widerlegt worden. Als General Colin Powell, der frühere Leiter des Generalstabs der USA, gefragt wurde, was heute noch den Ausschluß Homosexueller rechtfertigen könne, wenn die vor fünfzig Jahren noch gängige Trennung der Truppen nach Rassenzugehörigkeit auch aufgehoben sei, antwortete er: "Rassenzugehörigkeit ist eine unproblematische, nicht das Verhalten steuernde Eigenschaft. Dagegen ist die sexuelle Orientierung vielleicht die tiefste aller menschlichen Verhaltenseigenschaften. Der Vergleich zwischen den beiden ist ein zwar gängiges, aber falsches Argument."35

Kann man die Homosexualität auf eine Stufe mit anderen vom Gesetz geschützten Eigenschaften wie Rasse, Religion oder Behinderung stellen? Gibt es Ähnlichkeiten zwischen Homosexuellen und anderen diskriminierten Gruppen, etwa den Schwarzen? Ich möchte hier einen Blick auf eine Liste von Bedingungen werfen, die der Oberste Gerichtshof der USA für die Gewährung besonderen gesetzlichen Schutzes und Privilegien an Minderheiten aufgestellt hat.36

Erstens muß diese Minderheit einer nachweisbaren, systematischen und sie erheblich schädigenden Diskriminierung ausgesetzt sein. Mit anderen Worten: Die Gruppe muß nachweisen können, daß sie generell schlechtere Wohnungen und Arbeitsplätze und weniger Einkommen und Schulbildung hat als der Durchschnitt der Bevölkerung. Ein Verweis auf Einzelfälle (die durchaus unecht sein können; als Aktivist der Schwulen-Bewegung habe ich bei der Konstruierung solcher Fälle verschiedentlich mitgeholfen) genügt nicht.

Werden diese Bedingungen erfüllt? Eine Marketing-Umfrage des Wall Street Journal in den USA37 ergab, daß Homosexuelle in Wirklichkeit zu den wohlhabendsten gesellschaftlichen Gruppen in Amerika gehören.38 Das durchschnittliche jährliche Einkommen pro Haushalt beträgt bei Homosexuellen gut das Viereinhalbfache des Einkommens schwarzer Amerikaner und fast das Doppelte des amerikanischen Durchschnittseinkommens. 60% der Homosexuellen haben einen College-Abschluß - gegenüber unter 5% bei den Schwarzamerikanern und 18% im Bevölkerungsdurchschnitt. Ein Homosexueller hat eine mehr als dreimal höhere Chance als der Durchschnittsamerikaner und eine mehr als zehnmal höhere Chance als ein Schwarzamerikaner, einen akademischen Beruf oder eine berufliche Führungsposition zu erlangen. Und 66% der homosexuellen Amerikaner konnten bereits einen Übersee-Urlaub machen, gegenüber 14% beim Bevölkerungsdurchschnitt und unter 5% bei den Schwarzen. Wie ein Anhänger der "Schwulen-Bewegung" es ausdrückte: "Die Homosexuellen verarmt zu nennen, wäre Schwachsinn."39

Homosexuelle sind auch nicht politisch machtlos. Ihre Wahlbeteiligung ist weit höher als die des Durchschnittbürgers,40 und anders als bei den amerikanischen Schwarzen ist ihnen das Wahlrecht nie versagt gewesen. Bei den innerparteilichen Vorwahlen der Demokratischen Partei warben alle fünf führenden Präsidentschaftskandidaten "aktiv um die Stimmen des schwulen Lagers",41 und die Schwulen-Bewegung brachte 3,5 Millionen Dollar zur Unterstützung von Clintons Wahlkampagne auf.42 Zwei Kongreßabgeordnete, Barney Frank und Gerry Studds, sind erklärte Homosexuelle. Auch in Neuseeland gibt es einen homosexuell lebenden Parlamentsabgeordneten, der öffentlich dazu steht. Ein amerikanischer Richter, Richard Posner, hat die politische Schlagkraft der Bewegung so beschrieben: "Heute wagen es nur noch wenige Politiker, offen eine ablehnende Einstellung zu Homosexuellen zum Ausdruck zu bringen."43 Es ist mithin klar, daß Homosexuelle weder politisch noch wirtschaftlich noch bildungsmäßig benachteiligt sind.

Die zweite Bedingung des Obersten Gerichtshofes ist, daß die fragliche Gruppe an ihren Eigenschaften nichts ändern kann. Es ist nicht fair, Menschen wegen körperlicher Eigenschaften zu diskriminieren, für die sie nichts können. Aber während die körperliche Grundkonstitution eines Menschen unveränderbar ist, kommt der spontane Wechsel von der Homosexualität hin zur Heterosexualität durchaus vor.44 Die säkularen Sexologen Masters und Johnson (die pro-homosexuell sind) berichteten nach der therapeutischen Arbeit mit 67 homosexuellen Männern und 14 lesbischen Frauen, die heterosexuell werden wollten, über eine Erfolgsrate von 71,6% nach sechs Jahren.45 Ich weiß, daß Veränderung möglich ist; ich habe es an mir selbst erlebt. Die Homosexualität erfüllt also auch die zweite Bedingung des Obersten Gerichtshofes nicht.

Die letzten beiden Kriterien des Obersten Gerichtshofes sind, daß die Gruppe auf Grund von Werturteilen, die willkürlich und irrational sind, benachteiligt ist und daß sie moralisch-ethisch einwandfrei ist.

Ich möchte anhand dieser beiden Kriterien die Forderung der Schwulen-Bewegung nach freiem sexuellem Selbstausdruck, einschließlich des Rechtes auf Eheschließung wie in der heterosexuellen Tradition, untersuchen. Unsere Gesellschaft gesteht traditionell das Recht auf Ehe, auf Geschlechtsverkehr und Adoption von Kindern heterosexuellen, nicht jedoch homosexuellen Paaren zu.46 Sind unsere Kriterien für die Weigerung, der Homosexualität und der homosexuellen "Ehe" den gleichen religiösen und juristischen Status wie der heterosexuellen Ehe zuzugestehen, wirklich rational und nicht willkürlich?

Ich denke, ja. Erstens ist es keine Übertreibung, zu sagen, daß homosexuelle Beziehungen nicht dem Muster heterosexueller Beziehungen folgen. Das traditionelle jüdisch-christliche Ehebild setzt die lebenslange gegenseitige Hingabe der Partner voraus: "... bis daß der Tod euch scheidet." Diese Erwartung ist in der Schwulen-Gemeinschaft nicht zu finden. 1983 veröffentlichten zwei Psychologen das Buch "American Couples", in welchem sie die Beziehungserwartungen und -gewohnheiten heterosexueller und homosexueller Paare miteinander verglichen.47 Es ist bemerkenswert, daß die Schwulen-Bewegung selber die Ergebnisse dieses Buches unterstrich.48 Das Buch stellt fest:

- Ein Auseinanderbrechen der Partnerschaft innerhalb von 18 Monaten nach der Befragung war bei homosexuellen und lesbischen Paaren häufiger als bei heterosexuellen: 36% der untersuchten Homosexuellen und 48% der lesbischen Paare hatten sich wieder getrennt, gegenüber nur 14% bei verheirateten Paaren und 29% bei ohne Trauschein zusammenlebenden heterosexuellen Paaren.

- Bei den verheirateten Paaren waren 26% der Männer und 21% der Frauen im Laufe der Beziehung untreu geworden. Bei lediglich zusammenlebenden heterosexuellen Paaren waren es 33% bei den Männern und 30% bei den Frauen. Bei den lesbischen Paaren betrug die Untreuerate 28% - was angesichts der Tatsache, daß bei diesen Paaren die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs am geringsten ist, immer noch hoch ist.49 Von den homosexuellen Männern jedoch waren nicht weniger als 82% im Laufe ihrer Partnerschaft untreu geworden, und 43% der untreu gewordenen Männer hatten über zwanzig andere Partner gehabt!

- Die Monogamie hat selbst als Ideal unter homosexuellen Männern keinen hohen Stellenwert. Nur 36% der in Partnerschaften lebenden befragten Männer hielten die Monogamie für wichtig.

Hieraus wird klar, daß das typische männliche homosexuelle Paar bei einer festen Beziehung an eine emotionale, möglicherweise auch finanzielle Verbindung denkt. Die Autoren kommentieren: "Ein monogamer Schwuler ist etwas so Seltenes, daß es ihm passieren kann, daß ihm die anderen nicht glauben."50

Laut Toby Marotta, einem Aktivisten der Schwulen-Bewegung, verstehen die meisten homosexuellen Männer unter einem Liebhaber "einen Mann, mit dem sie eine gewisse Zeit lang sexuell und emotional intim sind, aber nicht notwendig ... einen exklusiven Sexualpartner, einen ökonomischen Miternährer, einen dauernden Gefährten oder auch nur einen Zimmergenossen."51

Hier sind einige der Gründe, die für sexuelle Kontakte außerhalb der festen Beziehung angegeben werden: "Meine Bindung ist mehr intellektuell und innerlich. Ich mache einen Unterschied zwischen Sex und Sex aus Liebe."52 - "Es gibt uns beiden unsere Freiheit und sorgt für Abwechslung ..."53 - "Auf diese Weise erhalte ich Material für Phantasien und das macht den Sex mit meinem Liebhaber besser."54 - "Ich hab ein paar abartige sexuelle Interessen, die mein Partner nicht teilt."55

Diese Promiskuität ist gefährlicher als es vielleicht zuerst scheint. Mit Männern, mit denen sie sich in einer stabilen Beziehung wähnen, neigen Homosexuelle zu risikoreichem und ungeschütztem Analverkehr.56 Eine Studie fand heraus, daß bereits die bloße Annahme, daß es zu einer stabilen Beziehung kommen würde, für das Einstellen von Vorsichtsmaßnahmen ausreichte.57 Bedenkt man, daß eine homosexuelle Beziehung durchschnittlich etwa vier Jahre hält,58 bedeutet dies ein besonders großes AIDS-Risiko, kann doch der Partner bereits infiziert sein, aber noch keine Symptome zeigen; das Ansteckungsrisiko ist erheblich.

Dies bringt mich zu meinem zweiten Punkt: Man kann mit größtem Fug und Recht sagen, daß homosexuelles Verhalten körperlich und psychisch nicht mit heterosexuellem Verhalten gleichzusetzen ist. Wäre Homosexualität nichts anderes, als daß ein Mann einen Mann statt einer Frau für den Geschlechtsverkehr wählt, dann müßten homosexuelles und heterosexuelles Sexualverhalten weitgehend gleich sein. Dem ist jedoch nicht so. Wir haben schon gesehen, daß bei homosexuellen Männern eine viel größere Promiskuität herrscht als bei heterosexuellen. Eine Studie über weiße homosexuelle Amerikaner ergab, daß 30% von ihnen über 1000 Partner gehabt hatten, 75% immer noch mehr als 100; die meisten Partner waren völlige Fremde.59 Eine große neuere Studie aus dem Jahre 1991 ermittelte, daß nur 6% der homosexuellen Männer im vergangenen Jahr keinen Sex gehabt hatten.60 Nach einer anderen Studie hatten 97% der Homosexuellen bisher mehr als sieben Partner gehabt, verglichen mit nur 30% bei den untersuchten Heterosexuellen.61 Selbst der HIV-Virus ändert nichts an der Promiskuität. Es ist wohldokumentiert, daß eine beträchtliche Zahl von homosexuellen Männern, die wissen, daß sie HIV-positiv sind, trotzdem weiter ungeschützten Analverkehr haben. Dies ist ein solches Problem, daß die amerikanische Gesetzgebung jetzt versucht, Sanktionen gegen Personen zu verhängen, die auch weiter das HIV-Virus auf ihre Partner übertragen.62

Aufklärung und Beratung sind nicht in der Lage, solches homosexuelle Verhalten zu ändern.63 Eine britische Studie kam zu dem Ergebnis, daß "die Kenntnis der Ansteckungswege und der Empfehlungen zu Safer Sex" in keinem Verhältnis zu dem Maß an riskanten Sexualpraktiken stehen.64 Wenn all diese Faktoren das Sexualverhalten der homosexueller Männer nicht zu ändern vermögen, gibt es dann eine Verbindung zwischen ungeschütztem Sex und anti-homosexueller Diskriminierung? Eines der gemeinhin zur Rechtfertigung von Anti-Diskriminierungs-Gesetzen vorgebrachten Argumente ist ja, daß homosexuelle Männer hoch riskante Sexpraktiken haben, aber aus Angst vor Diskriminierung, falls ihre sexuelle Orientierung bekannt würde, nicht rechtzeitig ärztliche Hilfe aufsuchen. Dieses Argument wurde bei der Verabschiedung der neuseeländischen Anti-Diskriminierungs-Gesetzgebung ("Human Rights Act") benutzt. In Wirklichkeit kann jedoch der Wegfall von "Diskriminierung" die Wahrscheinlichkeit von riskantem Sex noch steigern, denn es wird dadurch leichter, sich öffentlich zu einem homosexuellen Lebensstil zu bekennen. Dieses öffentliche Bekenntnis führt nachweislich zu vermehrt riskantem Sexualverhalten.65 Zumindest aber hat sich Diskriminierung nicht als statistisch signifikanter Faktor beim Rückfall in riskante Sexualpraktiken nach entsprechender Aufklärung erwiesen.66

William Aaron, ein ehemaliger Homosexueller, sah es so: "Diejenigen Schwulen, die bereit sind, die düsteren Seiten des homophilen Lebensstils zuzugeben, neigen dazu, Verantwortung dafür von sich wegzuschieben und den Löwenanteil der Schuld der Gesellschaft anzulasten. Der Gedanke scheint der zu sein: Wenn Homosexuelle offener sein könnten, ohne Angst vor Schikanen und Unterdrückung, könnten sie einen normaleren Lebensstil haben und viele dieser Verirrungen würden verschwinden. Mag sein. Aber aus meiner Erfahrung kann ich diesen Standpunkt nicht teilen. Im Gegenteil: Ich sehe, wie in vielen Gruppen unserer Gesellschaft Homosexuelle voll akzeptiert werden, aber dies scheint die homophilen Verhaltensmuster nicht zu ändern."67

Ich schließe daraus, daß die Ursachen des homosexuellen Sexualverhaltens nicht an der Einstellung der Gesellschaft liegen und auch nicht an zu wenig Aufklärung und Beratung, sondern an einem Mangel von Selbstkontrolle. Ich erinnere mich, wie nach ein paar Jahren im homosexuellen Lebensstil die meisten meiner Gedanken um meine nächste sexuelle Eroberung kreisten. Sex war meine große Bedürfniserfüllung, an Enthaltsamkeit war noch nicht einmal zu denken. Dies ist einfach ein Teil des homosexuellen Lebensstils und keine Beratung oder Aufklärung kann das ändern, es sei denn, der homosexuelle Mann selbst möchte seine Homosexualität überwinden. Nur durch Gott konnte ich aus meiner Homosexualität herauskommen.

Es scheint mir also solide Gründe dafür zu geben, in der Homosexualität nicht eine gleichwertige Alternative zur Heterosexualität zu sehen. Ich möchte hier auch daran erinnern, daß die Gesellschaft schon immer ein brennendes Interesse an der Regulierung der sozialen und sexuellen Beziehungen der Menschen untereinander zum Besten der Gemeinschaft gezeigt hat. So ist in den westlichen Gesellschaften Polygamie illegal, weil wir glauben, daß sie die Unterdrückung der Frau, männliche Selbstherrlichkeit sowie Disharmonie und Eifersucht fördert.68 Ähnlich gilt auch der Inzest als schädigend für die Beteiligten und ist vom Staat verboten. Auch andere Handlungen, die auf völliger gegenseitiger Freiwilligkeit beruhen, können illegal sein - z.B. der Gebrauch von Drogen, weil sie süchtig machen und die Gesellschaft und den Betroffenen schädigen. Eine ähnliche schädigende Wirkung könnte für die Homosexualität behauptet werden; man bedenke nur, daß das durchschnittliche Sterbealter von AIDS-kranken Männern 39 Jahre beträgt69 und daß in den USA je nach Stadt zwischen 20 und 50% der homosexuell aktiven Männer HIV-infiziert sind.70

Der Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn hat einmal gesagt: "Vor fünfzig Jahren wäre es gänzlich unmöglich erschienen, daß der einzelne grenzenlose Freiheit gewährt bekommt, mit dem einzigen Ziel der beliebigen Befriedigung seiner Launen. Die Verteidigung der Rechte des einzelnen hat heute solch extreme Ausmaße erreicht, daß die Gesellschaft als Ganze schutzlos wird. Es ist Zeit, nicht mehr so sehr die Rechte des Menschen zu verteidigen als vielmehr seine Pflichten."71

Homophobie

An dieser Stelle möchte ich auf die Homophobie zu sprechen kommen. Homophobie wird definiert als "Ausdruck einer Angst vor der Homosexualität". Sie ist ein durchaus ernstzunehmendes Phänomen: Menschen, die mit der Homosexualität nicht vertraut sind, zeigen in der Begegnung mit homosexuellen Menschen oft unangemessene Angstreaktionen. So wissen lesbische Frauen zu berichten, daß heterosexuelle Frauen Angst haben, von ihnen vergewaltigt zu werden.72 In der Vergangenheit haben konservative Kirchen homosexuelle Menschen wie Aussätzige behandelt. Eine Kirche forderte in einem Drei-Punkte-Programm dazu auf, sämtlichen Homosexuellen Wohnung und Arbeitsplatz wegzunehmen und sie ins Gefängnis zu werfen.73 Ich halte so etwas für echte Homophobie - eine irrationale Angst vor Homosexualität, die der Verbreitung der Liebe Christi völlig im Wege steht.

Im Kontext des Selbstbildes der homosexuellen Gruppen als benachteiligte gesellschaftliche Minderheit wird die Homophobie jedoch mit Rassismus und Sexismus auf eine Ebene gestellt. Es entsteht das Bild des armen Unterprivilegierten, der ohnmächtig gegen die Brutalität des Macht-Establishments ankämpft. Homophobie wird dadurch zum Politikum.74 Homophobie wird so, in den Worten eines Kommentators, "zu einer Krankheit, die geheilt werden muß, einer Diskriminierung, die es auszurotten gilt, und im religiösen Kontext zu einer Sünde, die der Vergebung bedarf."75 Posner bemerkt, daß der Begriff "Homophobie" mittlerweile mehr oder weniger auf jeden angewendet wird, der "auch nur die extremsten homosexuellen Forderungen in Frage stellt".76

Nach dieser Sprachregelung können jegliche Argumente und Entscheidungen, die nicht im Sinne der Schwulen-Bewegung sind, als homophobiegesteuert hingestellt werden. Wir sehen hier erneut eine Strategie zur Eroberung der öffentlichen Meinung und Lähmung der Andersdenkenden. Dieser Homophobie-Begriff läßt keinen Raum mehr für Menschen, die - wie ich - auf Grund ihrer persönlichen Erfahrung oder aus religiösen, moralisch-ethischen oder auch rein medizinischen Gründen die Homosexualität nicht als vollwertigen alternativen Lebensstil betrachten können. Das Konzept der Homophobie ist hier zum ideologischen Werkzeug der politischen Schwulen-Bewegung geworden.

Moral und Ethik

Der letzte Punkt, den ich behandeln möchte, ist die Frage der moralisch-ethischen Integrität des homosexuellen Lebensstils. Was meine ich damit?

Kinseys Studie über die menschliche Sexualität hat uns trotz seiner methodologischen Fehler77 die Augen dafür geöffnet, daß Menschen ihre Sexualität auf mehr Arten ausdrücken können als traditionell akzeptiert wurde. Kinsey geht davon aus, daß verschiedene Arten, sich sexuell auszudrücken, gleich natürlich und gleich wünschenswert seien. Ist dies aber mit der jüdisch-christlichen oder auch nur westlich-abendländischen Moral und Ethik vereinbar?

Für Kinsey ist jegliche Sexualität ein rein mechanischer Prozeß, beginnend mit der Erregung und endend mit dem Orgasmus, und dient allein dem Lustgewinn. In dem Sinne ist alles, was in der Natur vorkommt, natürlich. Und alles, was natürlich ist, ist moralisch-ethisch gut.78 Bei jedem anderen Lebensbereich als dem sexuellen würde man eine solche Sicht hedonistisch nennen. Sie läßt nämlich jegliche psychologischen und soziologischen Auswirkungen, die Sex und sexuelle Beziehungen haben können, völlig außer acht.

Der christliche Glaube und auch die abendländische Tradition haben diese Sicht nie gehabt, und ich halte sie für unvereinbar mit den Lehren der Bibel. Das alttestamentliche Gesetz, die Propheten, ja Christus selbst haben niemals den Satz "Was ist, ist gut" akzeptiert. Ganz im Gegenteil: Die christliche Lehre betont die Bedeutung von Buße und Heiligung - beides Begriffe, die eine Änderung von Verhalten und Charakter beinhalten. Die juristische und moralische Tradition des Westens geht davon aus, daß das Recht auf persönliche Freiheit dort endet, wo es mit dem Allgemeinwohl in Konflikt kommt, und daß daher Verhalten so verändert werden kann und sollte, daß es mit dem Gesetz konform geht.

Aber Kinseys Werk wird immer wieder zur Rechtfertigung von Gesetzesreformen herangezogen. Die in ihm innewohnende Sichtweise, daß das, was natürlich ist, auch gut ist, wird in unseren Schulen vorgetragen und liegt den Gesetzen, die die Diskriminierung einer sexuellen Orientierung für strafbar erklären, zugrunde. Hier wird der Gesellschaft und der Kirche ein ganz bestimmter moralisch-ethischer Standpunkt aufgezwungen. Sollten wir nicht aufstehen und gegen solche Gesetze angehen, besonders wenn diese Gesetze uns auf die Akzeptierung einer ethischen Wertung verpflichten, die wir nicht teilen, ja die später womöglich zur Behinderung unserer Arbeit benutzt werden wird?

Dies sind also die Gründe, warum ich glaube, daß wir als Christen die Doktrin der Schwulen-Bewegung - in welcher Form auch immer- nicht akzeptieren und uns gegen sie in unseren Gesetzen, Schulen und Kirchen wehren sollten. Aber wie macht man das konkret - gegen eine Gesetzesvorlage kämpfen, die den homosexuellen Lebensstil gutheißt oder die "Diskriminierung" aufgrund einer sexuellen Orientierung für ungesetzlich erklären will? Ich möchte hier über das berichten, was wir kürzlich in Neuseeland erlebt haben.

Kampf um die Menschenrechte

Die Menschenrechte stehen in Neuseeland schon seit einiger Zeit auf der politischen Tagesordnung. 1989 verabschiedete unser Parlament ein Grundrechtsgesetz ("Bill of Rights"), das die grundlegenden Menschenrechte in Neuseeland definieren und schützen sollte. Außerdem unterhält die neuseeländische Regierung zur Untersuchung von Menschenrechtsproblemen und Menschenrechts-Diskriminierungen ein ständiges Gremium, die sogenannte Menschenrechtskommission ("Human Rights Commission"). Diese Kommission hat ein eigenes Tribunal, das den Status eines Gerichtshofes hat. 1992 wurde dem Parlament nun eine völlige Neufassung der gesamten Menschenrechtsgesetzgebung vorgelegt: der "Human Rights Act" ("Menschenrechts-Gesetz"). Unter den in diesem Gesetz vorgesehenen neu verbotenen Diskriminierungsgründen waren auch die sexuelle Orientierung und der Befall des Körpers mit krankheitserregenden Organismen (z.B. HIV-Viren).

Nach dieser Gesetzesvorlage hatte die Menschenrechtskommission folgende Befugnisse:

- Grundstücke und Gebäude ohne richterlichen Durchsuchungsbefehl zu betreten.

- Verhandlungen und Untersuchungen geheim durchzuführen und die Veröffentlichung jeglichen Materials und jeglicher Berichte zu verbieten. (Gegen diese Befugnis kann keine Berufung eingelegt werden.)

- Verfahren zu eröffnen, ohne daß eine Klage erhoben wurde.

- Gruppen, die traditionell das Opfer von Diskriminierung waren, von der Strafverfolgung auszunehmen (d.h. nichts, was zur Verbesserung der Situation der homosexuell Lebender beiträgt, ist Diskriminierung der heterosexuellen Lebensweise, aber umgekehrt gilt der Satz nicht).

- Eine Verurteilung auszusprechen und aufrechtzuerhalten auch ohne Vorliegen von Beweisen für eine Diskriminierung (der bloße Verdacht genügt).

- Gruppenklagen im Namen aller homosexuell Orientierten zu erheben oder anzunehmen.

Ein Berufungsrecht gibt es nur, wenn das Tribunal seine eigenen Verfahrensregeln bricht. Da es jedoch befugt ist, Verfahrensregeln ganz nach eigenem Ermessen festzulegen, wird es sie kaum je brechen.

Bedenkt man dazu noch, daß die Beweislast umgekehrt wird und die vor das Tribunal zitierten Personen bis zu einem etwaigen Beweis ihrer Unschuld als schuldig gelten (eine Bestimmung, die das 1989 verabschiedete Grundrechtsgesetz "Bill of Rights" in diesem Punkt außer Kraft setzt), dann hat man hier ein außerordentlich drastisches Gesetz, das nach unserer Einschätzung mehr Rechte und Freiheiten wegnahm als es gewährte. (Die Befugnis des Tribunals, Häuser ohne richterliche Anordnung zu betreten, wurde erst später von dem zuständigen Sonderausschuß als "unangemessen" gestrichen.)

Gegen diese Gesetzesvorlage haben wir gekämpft - und das nicht, weil wir "ja" zur Diskriminierung von Homosexuellen als solchem gesagt hätten. Vielmehr würde diese Novellierung uns Christen das Recht entziehen, unserem Glauben entsprechend auch zu handeln. Und nach unserem Glauben ist der homosexuelle Lebensstil moralisch-ethisch verwerflich. Wir wußten auch, daß bestimmte Aktivisten der Schwulen-Bewegung die Novellierung als Waffe benutzen würden, um unsere Seelsorge- und Beratungsarbeit zu vernichten. Anhänger von schwulen Gruppen drohten uns, daß sie mit der Verabschiedung der Anti-Diskriminierungsgesetze unseren "Laden schließen" würden. Die Erfahrungen in anderen Ländern haben gezeigt, daß die Schwulen-Bewegung Gesetzesnovellierungen gerne benutzt, um zu schikanieren,80 und nach den ersten vorläufigen Urteilen des Menschenrechtstribunals erwarteten die neuseeländischen Homosexuellen, daß Konflikte zwischen schwulen und religiösen Gruppen unweigerlich mit einer Verurteilung der religiösen Gruppen zu Schadensersatz enden würden.

Als Gruppe, die homosexuell Orientierten hilft, ihre Homosexualität zu überwinden, würden wir schon gegen dieses Anti-Diskriminierungsgesetz verstoßen, da wir offen sagen, daß wir den homosexuellen Lebensstil nicht als gleichwertig mit dem heterosexuellen Lebensstil ansehen, weil wir Menschen ermutigen, ihre Homosexualität zu überwinden und weil wir es für gut befinden, wenn jemand seine Homosexualität überwinden möchte.

Außerdem würden wir gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz verstoßen, weil wir in einer Beratungsarbeit für homosexuell Empfindende bewußt keine bekennenden Homosexuellen als Berater einstellen. Diese Argumente sind schon mehrfach benutzt worden, so gegen ein Rehabilitationszentrum für Jungen in Wisconsin (USA)81 und gegen die Pfadfinderbewegung in Texas.82 Wir sind ein kleines, auf Spenden angewiesenes Werk und haben nicht die Finanzen für langwierige Rechtsstreitigkeiten. Sollte unsere Organisation überleben, mußten wir uns vor diesem neuen Gesetz schützen.

Begründet wurde die neue Gesetzesvorlage damit, daß ein Anti-Diskriminierungsgesetz die Homosexuellen vom Verschweigen-müssen ihrer sexuellen Orientierung befreien würde, ihnen den Weg zum Arzt erleichtern und so die Ausbreitung von AIDS eindämmen würde. Zum anderen wurde sie damit begründet, daß Homosexualität biologisch bedingt und unveränderbar sei und daß ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung (ein Artikel sprach von 15%) homosexuell sei. Sämtliche Begründungen sind unhaltbar.

Wir legten statistische Belege dafür vor, daß AIDS durch ein Anti-Diskriminierungsgesetz nicht eingedämmt wird, und beriefen uns auf eine Äußerung des neuseeländischen Gesundheitsministers, nach der das Diskriminierungsklima in den verschiedenen Ländern keinen Einfluß auf die Verbreitung von AIDS hat.FN83 Das Argument der AIDS-Eindämmung mußte übrigens auch herhalten, um das Zuhälter- und Prostitutionsgewerbe rechtlich zu entkriminalisieren, und das obwohl die Abteilung für AIDS-Epidemiologie in Neuseeland keinen einzigen Fall der AIDS-Übertragung durch Prostituierte dokumentieren konnte. Falls ein Ende der Diskriminierung bestimmten Verhaltens tatsächlich AIDS eindämmen würde, sollten wir in Zukunft nichts Negatives mehr sagen über das Verhalten von gemeinsam Spritzen benutzenden Drogensüchtigen. Das Argument von der biologischen Bedingtheit der Homosexualität wird von der Realität nicht gedeckt, und der Anteil der Homosexuellen an der neuseeländischen Bevölkerung beträgt mit Sicherheit keine 15%. Nur 4% der Männer in Neuseeland sind homosexuell aktiv, und von diesen sind 70% verheiratet.84

Es war unser Glück, daß mehrere neuseeländische Parlamentsabgeordnete aus allen größeren Parteien dem christlichen Glauben verbunden und ebenfalls gegen das Gesetz waren. Unsere beiden Forschungsbeauftragten, Dr. Neil und Mrs. Briar Whitehead, hatten unsere Eingabe beim Parlament durch mehrjährige, Tausende von Dollar verschlingende Recherchen vorbereitet. Sie widerlegten die Begründungen für den neuen Anti-Diskriminierungs-Paragraphen "Sexuelle Orientierung" und legten dar, daß er einer Minderheit auf Kosten der Mehrheit besondere Rechte und Schutz gewähren würde.

In Neuseeland werden Gesetze von einem einzigen nationalen Parlament verabschiedet. Kommunale Parlamente können nur Verordnungen erlassen. Gesetzesänderungen werden einem Sonderausschuß von Politikern aus beiden Seiten des Parlaments vorgelegt; der Ausschuß nimmt Eingaben entgegen und gibt dem Parlament anschließend seine Empfehlung zur endgültigen Gestaltung des Gesetzes. Eingaben an Sonderausschüsse sind bei uns eine der effektivsten Arten, Einfluß auf die Gesetzgebung zu nehmen; sie werden viel stärker beachtet als Petitionen. Unsere Eingabe wurde dem Ausschuß zur Anhörung vorgelegt und fünf Personen, die ihre sexuelle Orientierung geändert hatten oder gerade änderten, trugen dem Komitee ihre Erfahrungen vor. Zahlreiche bekennende homosexuelle Männer und lesbische Frauen berichteten über Diskriminierungen gegen sie. Wir andererseits erzählten die lange Geschichte unserer Diskriminierung durch Homosexuelle und baten um Schutz vor einem Mißbrauch der neuen Gesetzesvorlage.

Und siehe da, wir erhielten für unsere Arbeit eine Ausnahmeregelung. Sie wurde vom Sonderausschuß empfohlen und ohne größere Debatten in die Novellierung sowie in drei Klauseln des neuen Menschenrechtsgesetzes aufgenommen. Keine andere Gruppe hatte eine solche Ausnahmeregelung beantragt. Nun wird es nicht möglich sein, daß bekennende Homosexuelle behaupten können, ex-homosexuelle Beratungsgruppen würden gegen Homosexuelle diskriminieren, weil sie homosexuell Orientierte zu einer Änderung ihrer sexuellen Orientierung ermutigen oder weil sie nur heterosexuelle bzw. ex-homosexuelle Berater einstellen.

In unserem Fall reagierten also die Politiker auf das Aufzeigen offensichtlicher Ungerechtigkeiten und schädlicher Folgen einer Gesetzesvorlage.

Wir schickten ein Exemplar unserer Eingabe an jeden Parlamentsabgeordneten in der Hoffnung, daß der Anti-Diskrminierungs-Paragraph "Sexuelle Orientierung" vielleicht ganz abgelehnt würde. Es zeigte sich jedoch, daß die jahrelange hartnäckige Arbeit der Schwulen-Lobby ihre Früchte getragen hatte und daß die Politiker glaubten, "die Zeit sei für einen Wechsel reif". Sie waren auch deutlich durch Meinungsumfragen beeinflußt. Es erwies sich auch, daß Politiker zwar wichtiges Material in die Hand bekommen, aber es aus Zeitmangel oft nicht lesen, selbst dann nicht, wenn sie eigentlich auf der Seite des Einsenders stehen. Dies unterstreicht einmal mehr, wie wichtig es ist, langfristig Lobbies aufzubauen, die die gleiche Botschaft immer wieder bringen. In Amerika werden aus diesem Grund ja heute vollzeitliche politische Lobbyisten beschäftigt. Wir schickten unseren Abgeordneten übrigens statt eines einzigen langen Briefes mit mehreren guten Punkten viele kurze Briefe mit jeweils nur einer Aussage. Zahlreiche Briefe mit ganz wenig Informationen werden eher beachtet als ein langer Brief.

Doch, Christen können den Gesetzgebungsprozeß beeinflussen. An verschiedenen Punkten der Novellierungsdebatte in Neuseeland wurden einzelne Punkte aus unserer Eingabe vorgebracht; möglicherweise haben sie den Ausschuß auch bei einigen der anderen vorgenommenen Änderungen beeinflußt. Was am wichtigsten war: Wir konnten die Wahrheit einbringen, daß eine Veränderung der homosexuellen Orientierung möglich ist.

Was haben wir gelernt?

Was haben wir in Neuseeland gelernt und welchen Rat können wir anderen geben? Erstens haben wir gelernt, daß man Ergebnisse, die man [in Neuseeland] nicht im Stadium des Sonderausschusses erzielt, wahrscheinlich nie erzielen wird. Mehrere andere Änderungsanträge, die später eingebracht wurden, wurden mit großen Stimmenmehrheiten abgelehnt. Am besten sind Zeit und Mittel eingesetzt, wenn eine Gesetzesvorlage im Stadium der Vorbereitung bzw. Diskussion beim zuständigen Ausschuß oder Gremium angegangen wird. Das beste Argument ist, daß Ausnahmeregelungen für bestimmte Gruppen in das Gesetz aufgenommen werden sollten, um Wahlfreiheiten zu bewahren.

Zweitens kann man Politiker, die bereits gegen das neue Gesetz sind, unterstützen. Sprechen Sie einige Politiker an, die bereit sind, aufzustehen und für ihre Meinung zu kämpfen, und geben Sie Ihnen die nötigen Informationen - Material, das sie in ihren Reden verwenden können. Legen Sie dabei den Schwerpunkt auf säkulare Argumente; Politiker hören eher zu, wenn es darum geht, daß es keine Beweise für eine systematische Diskriminierung von Homosexuellen gibt als wenn sie von Zitaten aus dem 1. Kapitel des Römerbriefes oder dem 2. Buch Mose hören. Ein Rechtsberater kann Ihnen vielleicht zeigen, wie Sie konkrete Änderungsklauseln für das Gesetz vorschlagen können, um damit sich oder andere Gruppen wie z.B. die Kirchen oder die Pfadfinder zu schützen.

Drittens kann man jedem Politiker bzw. Abgeordneten einschlägige Informationen schicken, um die politische Meinung zu beeinflussen. Die Homosexuellen-Lobby verkauft seit vielen Jahren ein sehr schmeichelhaftes Bild der Homosexualität. Vielleicht würden die Politiker Bedenken bekommen, wenn sie mehr von der Promiskuität, dem Betrug und der Untreue wüßten, die so charakteristisch für homosexuelle Beziehungen sind. Bücher und Artikel über die ungesunden Aspekte der Homosexualität sind erhältlich. Es gibt auch Zurücknahmen von Aussagen, daß Homosexualität nachweislich genetisch bedingt sei bzw. wissenschaftliche Kritiken an entsprechenden Studien. Auch das zur Stützung von Anti-Diskriminierungsgesetzen so oft herangezogene AIDS-Argument stimmt nicht, denn es berücksichtigt nicht den Suchtcharakter des homosexuellen Verhaltens.

Viertens, sprechen Sie mit den Medien. Wenn die Schwulen-Bewegung die Medien benutzen kann, um ihre Position darzustellen, dann können wir das auch. Mrs. Briar Whitehead, eine unserer Forschungsbeauftragten, hatte Kontakte zu den Medien und konnte erreichen, daß eine der großen neuseeländischen Zeitungen einen ausführlichen Artikel über unsere Arbeit brachte. Drei unserer jungen Männer und ich selbst berichteten über unsere Erfahrungen als Homosexuelle und warum wir uns änderten. Die Reaktionen der Leser waren ausschließlich positiv; der Artikel trug dazu bei, daß die Botschaft "Änderung ist möglich" auch die homosexuellen Gruppen erreichte.

Zuletzt: Vergessen wir nicht, daß von Gesetzen zur Stärkung der Rechte Homosexueller niemand etwas hat. In Neuseeland mehren sich seit der Verabschiedung des Anti-Diskriminierungsgesetzes die Beispiele, die zeigen, daß Moral und Ethik sich aus dem öffentlichen Leben zurückziehen. So wurde einer Invitro-Befruchtungsklinik in Auckland mitgeteilt, daß sie die künstliche Besamung von unverheirateten oder lesbischen Frauen nicht mehr verweigern kann. Diese Gesetze helfen weder der Kirche noch der Öffentlichkeit noch den homosexuellen Menschen selber. Was sich Homosexuelle wirklich durch die neuen Gesetze erhoffen, nämlich Freiheit, Annahme und Bestätigung, werden sie dort nicht finden. Während der Verabschiedung des neuseeländischen Gesetzes sprachen uns mehr enttäuschte homosexuelle Männer und Frauen an als sonst. Diese Menschen glaubten offenbar nicht mehr, daß die Gesellschaft oder die Gesetze verantwortlich seien für ihre Probleme. Sie waren zu der Einsicht gelangt, daß die Probleme ihre ureigensten waren.

Anmerkungen:

 

1 Gabbard, Mike: "The gay agenda: fact or fiction?", in: Stop Prornoting Homosexuality in Hawaii (Mai 1994), S. 4-6. Siehe auch Rueda, Enrique, The homosexual network: private lives and public policy. Old Greenwich, Connecticut: Devin Adair, 1982, S. 198-203.

2 Rueda, S. 198.

3 Kirk, Marshall und Madsen, Hunter: After the ball: how America will conquer its fear and hatred of gays in the 90s. New York: Doubleday, 1989, S. 161-163. Zitiert in Duncan, Richard F., "Who wants to stop the church: homosexual rights legislation, public policy and religious freedom", in: Notre Dame Law Review, vol. 69, no. 3 (Januar 1991), S. 413.

4 Magnuson, Roger J.: Are gay rights right? Making sense of the controversy. Portland, Oregon: Multnomah, 1990. Zitiert in: Whitehead, Neil und Whitehead, Briar, Submission to the Justice and Law Reform Select Committee on the Human Rights Commission Amendment Bill 1992. Lower Mutt, Neuseeland: Lion of Judah, 1993, S. 128.

5 Norwegian Association of Gay Men and Women [Norwegische Schwulenvereinigung], Submission JL/85/561. Select Committee on the Homosexual Law Reform Bill. Zitiert in: Whitehead und Whitehead, S. 128.

6 So unterliegen in Kanada jegliche homosexualitätsfeindlichen Darstellungen in Radio und Fernsehen hohen Geldstrafen (siehe Dallas, J.: "Political Involvement: yes or no?", in: Exodus Standard 9(2):1,3,11, zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 128), und in Australien sind abschätzige Bemerkungen über die Homosexualität strafbar. Bei der Einführung solcher Antidiskriminierungsgesetze versichern Politiker gerne, daß die Religionsfreiheit auch in Zukunft unangetastet bleiben wird, doch die Praxis sieht oft anders aus; so mußte die Georgetown Catholic University einer Schwulengruppe die Benutzung ihrer Räume erlauben (Whitehead und Whitehead, S. 99-102), obwohl bei der Verabschiedung des Gesetzes die Vorkämpfer der Schwulenrechte beteuert hatten, daß das Gesetz die Religionsfreiheit nicht beeinträchtigen wurde (Magnuson, S. 67).

7 Siehe Baehr vs. Lewin (1993) (Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Hawaii vom 5. Mai 1993). Es wird argumentiert, daß die Nichtanerkennung homosexueller Ehen eine sexuelle Diskriminierung sei, da damit das Geschlecht der Eheschließenden eingeschränkt werde, es müsse sich um einen Mann und eine Frau handeln. Man beachte jedoch, daß die Richter einen Unterschied zwischen "homosexueller" und "gleichgeschlechtlicher" Ehe machen, theoretisch könnten zwei Männer sich lediglich wegen der damit verbundenen juristischen Vorteile für eine Eheschließung interessieren. Selbst wenn die Ehe zwischen Schwulen anerkannt wurde, wurden die in vielen US-Staaten geltenden Gesetze gegen die Sodomie (die oralen und analen Sex verbieten und nicht geschlechtsdiskrimierend, da für Manner wie Frauen gültig sind) bedeuten, daß die "verheirateten" Schwulen praktisch platonische Ehen führen müßten. Dies ist die logische Extremfolge der Trennung zwischen Identität und Verhalten; das Identitatsargument hat oft großes Gewicht, aber in der Hälfte der US-Staaten ist das Verhalten immer noch illegal. Im Fall Bowers vs. Hardwick (1986), einer Anrufung des Obersten Gerichtshofs zur Verfassungsmäßigkeit der Sodomiegesetze, entschieden die Richter, daß es in den USA kein verfassungsmaßig garantiertes Recht auf die Ausübung von Sodomie gebe; Oberrichter Berger bemerkte, daß "die Annahme, daß der Akt der homosexuellen Sodomie ein garantiertes Grundrecht sei, mehreren Jahrtausenden der ethischen Lehre den Rücken kehren würde."

8 Swift, Michael: "Gay Revolutionary", in: Gay Community News. Zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 174.

9 Magnuson, S. 21-23.

10 Grant, George und Horne, Mark A.: Legislating Immorality: the homosexual movement comes out of the closet. Chicago: Moody Press, 1993.

11 Rueda, S. 107.

12 Bayer, R.: Homosexuality and American Psychiatry. New York: Basic Books, 1981, S. 102. Zitiert in Magnuson, S. 23.

13 Siehe z.B. die Battelle Human Affairs Studie, zitiert in: Paintin, Priscilla, "The shrinking ten percent", in: Time, vol. 141, no. 17 (26. April, 1993), S. 37-39.

14 The Tennessean, 26. April 1993. Zitiert in Grant und Horne, S. 51.

15 Florida Feminist Voices, April 1993; zitiert in Grant und Home, S. 52.

16 Grant und Horne, S. 53. Wörtlich sagte sie: "Endlich haben wir eine First Lady, die man f----- kann."

17 So ABC World News Sunday Moderatorin Carole Simpson. Media Watch, Mai 1993. Zitiert in Grant und Horne, S. 53.

18 NBC-Moderatorin Linda Vester in Nightly News. Media Watch, Mai 1993. Zitiert in Grant und Horne, S. 53.

19 Knight, S. 7.

20 Rueda, S. 192.

21 New Zealand AIDS Foundation. Information, Policy and Human Rights. Neuseeland, 1992. Zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 112.

22 U.S. Department of Health, Education and Welfare, Public Health Service, An Analysis of US Sex Education Programs and Evaluation Methods, von Douglas Kirby et.al., Contract No. 200-78-0804, Report No. CDC-2021-79-DK-FR (Atlanta), Juli 1979. Zitiert in Rueda, S. 233.

23 Kasun, Jacqueline, "Turning children into sex experts", in: Public Interest, Frühjahr 1979. Zitiert in Rueda, S. 89-90.

24 Insight, 27. September 1992. Zitiert in Grant und Horne, S. 76.

25 Scott, D.A., Kapitel 6 "How pornography changes attitudes" [Wie Pornographie Einstellungen verändert], in: Minnery, T. (Hg.), Pornography, a human tragedy. Wheaton, Ill.: Living Books, 1987. Persönliche Korrespondenz mit Neil Whitehead.

26 Das Tagebuch der Anne Frank. Frankfurl/M: Fischer, 1953, S. 118.

27 Springmann, Bill: "What a gay male teacher offers children", in: Blade, 20. März 1981, S. 14-15. Zitiert in Rueda, S. 90.

28 Kinsey, A.C., Pomeroy, W.B., Martin, C.E.: Sexual behaviour in the human male. Philadelphia: W.B. Saunders, 1948. Siehe auch Whitehead und Whitehead, S. 66-75.

29 Ernulf, K.E., Innala, S.M., Whitlam, F.L.: "Biological explanation, psychological explanation and tolerance of homosexuals: a cross-national analysis of beliefs and attitudes", in: Psychological Reports V. 65, S. 1003-1010. Zitiert in Greenberg, Aaron S. und Bailey, J. Michael, "Do biological explanations of homosexuality have moral, legal or policy implications?", in: The Journal of Sex Research vol. 30, nn 3 (August 1993). S. 245-251.

30 Siehe Hamer, D.H., Hu, Stella, Magnuson, Victoria L., Hu, Nan, Pattatucci, M.L.: "A linkage between DNS markers on the X chromosome and male sexual orientation", in: Science vol. 261 (16. Juli 1993), S. 321-327. LeVay, Simon: "A difference in hypothalamic structure between heterosexual and homosexual men", in: Science vol. 253 (30. August 1991), S. 1034-1037. LeVay, Simon: Keimzellen der Lust. Die Natur der menschlichen Sexualität, Heidelberg/ Berlin/ Oxford: Akademischer Verlag, 1994.

31 West, D.J.: Homosexuality re-examined. London: Duckworth, 1977.

32 Hadfield, J.A.: "The cure of homosexuality", in: The British Medical Journal (7. Juni, 1958), S. 1323-1325. Zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 62.

33 Advocates Debate im Sender WCCO-TV am Sonntag vor der Abstimmung uber eine Gay Rights- Rechtsverordnung in St. Paul, 23. April 1978. Zitiert in Magnuson, S. 31. - Laut einschläigigen Studien haben 80-95% der männlichen Homosexuellen Analverkehr gehabt, und eine Studie an 535 australischen Homosexuellen ordnete den Analverkehr als die "körperlich am stärksten befriedigende" von 16 sexuellen Praktiken ein. Die Studie kam zu dem Schluß, daß er "für eine beträchtliche Anzahl von Männern" "ein zentraler Teil des homosexuellen Lebens" sei. Siehe Connell, R.W., Crawford, J., Dowsett, G.W., Kippax, S., Sinnot, V., Rodden, P., Berg, R., Baxter, D., Watson, L.: "Danger and context: unsafe anal sexual practice among homosexual and bisexual men in the AIDS crisis", in: Australian and New Zealand Journal of Sociology, vol. 26, No. 2 (1990), S. 187-208. Ferner Saghir, M.T., Robins, E.: Male and female homosexuality: a comprehensive investigation. Baltimore, Maryland: Williams and Wilkins, 1 973. - Beide zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 21.

34 Altman, The homosexualisation of America. Zitiert in: Giles, Kevin: "Beyond bigotry", in: On Being (Oktober 1991), S. 12.

35 Zumwalt, Elmo Jr.: "Guidance from General Powell", in: Washington Times (4. Juni 1992). Zitiert in Duncan, S. 403. General Powell ist selber Schwarzer. Die Parlamentarierin Patricia Schroder kritisierte seine Unterstützung für die Nichtzulassung von Homosexuellen zum Militär und behauptete, er habe ähnliche Ansichten wie einst die Gegner der rassischen Desegregation des Militärs. Powell entgegenete ihr darauf, daß er "keinen Nachhilfeunterricht über die Geschichte der Afro-Amerikaner" im Militär benötigt habe, um seinen Vergleich zwischen Rasse und Sexualität machen zu können.

36 Magnuson, S. 83-88. Der Oberste Gerichtshof stellte diese Bestimmungen ursprünglich auf, um im Fall Bowers vs. Hardwick (s.o. Anmerkung 7) zu untersuchen, ob Homosexuelle eine zu schützende Minderheit darstellen.

37 Zitiert in: Anonymous, "Gay Agenda is based on myths not facts", in: TVF Talking Points (Publikation der Traditional Values Foundation, Washington D.C.), vol. 1, no. 2a, S. 2.

38 Das durchschnittliche Haushaltseinkommen lag danach bei den Homosexuellen bei jährlich 55.430 Dollar, bei Schwarzen bei 12.166 Dollar; der US-Durchschnitt beträgt 32.386.

39 Rauch, Jonathan: "Beyond Oppression", in: New Republic, 10. Mai 1993. Zitiert in Duncan, S. 408.

40 Ramon G. MacLeod: "Gay Market a Potential Gold Mine", in: San Francisco Chronicle, 27. August 1991. Zitiert in Duncan, S. 409. Eine Umfrage ergab, daß bei der amerikanischen Präsidentenwahl 1988 80% der Schwulen und Lesben zu den Wahlurnen gingen, gegenüber unter 60% der Amerikaner allgemein.

41 Jeffrey Schmalz, "Gay Politics Goes Mainstream", in: New York Times, 11. Oktober 1992, S. 20.

42 Paintin, S. 39.

43 Posner, R.A.: Sex and reason. Cambridge, Mass: Harvard University Press, 1992, S. 292.

44 Für einen Überblick über die Literatur siehe Whitehead und Whitehead, S. 66-80. Die Arbeit von Kinsey et.al. wird von Ross so kommentiert: "Angesichts dieser Daten scheint es exakter, sexuelle Orientierung nach der Entwicklungsrichtung zu einem gegebenen Zeitpunkt zu definieren und nicht nach ihrer Vorgeschichte. Sexualität kann also eher als eine fluktuierende Variable gesehen werden denn als eine Konstante ..." (Ross, M.W.: The married homosexual man, London: Routledge and Keegan Paul, 1983, S.184).

45 Schwarz, M.F. und Masters, William H.: "The Masters and Johnson treatment program for dissatisfied homosexual men", in: American Journal of Psychiatry 141:2 (Februar 1984), S. 173-181.

46 Selbst in den skandinavischen Ländern, die weltweit die liberalsten bezüglich Homosexualität und Homosexuellenehe sein dürften, ist die Schwulenehe nur bedingt zugelassen. Schweden, Dänemark, Norwegen und San Francisco haben die Ehe bzw. Partnerschaft unter Schwulen eingeführt, gewähren ihnen jedoch kein Recht auf Adoption, künstliche Befruchtung und In-vitro-Befruchtung. Ich wußte von keinem Land, das Schwulen volle Eherechte gewährt. In Hawaii stellten die Richter im Fall Baehr vs. Lewin fest, daß das "Recht" auf gleichgeschlechtliche Ehe nicht so in den Traditionen und dem Kollektivbewußtsein der Haiwaiier verwurzelt ist, daß seine Nichtanerkennung die allen zivilen und politischen amerikanischen Institutionen zugrundeliegenden Grundprinzipien der Freiheit und Gerechtigkeit verletzen würde; daß es ferner nicht in dem Begriff der geordneten Freiheit implizit ist, so daß, wenn man es opferte, Freiheit und Gerechtigkeit nicht mehr existierten; daß es nicht anderen einschlägigen Rechtsfällen wie z.B. dem Fall Roe vs. Wade (der zur Legalisierung der Abtreibung führte) ähnlich ist; und daß es nicht ein Grundrecht wie die heterosexuelle Ehe darstellt. Interessanterweise war Richter Heen der Auffassung, daß die Gerichte kein Mandat zur Entscheidung dieser Frage hatten und daß sie vielmehr in die Zuständigkeit der Legislative gehöre. Er sagte, die Gerichte sollten nicht "künstlich ein Bügerrecht schaffen, das ohne jeden Prazedenzfall ist und dessen juristische Implikationen - der Anspruch auf solche gesetzlichen Leistungen [wie Steuervorteile, öffentliche Hilfen usw.] - weit über das Recht auf Eheschließung hinausgehen und lang eingewurzelte staatliche Verfahrensweisen auch in anderen Bereichen des öffentlichen Interesses umstürzen werden. Diese Entscheidung wird weitreichende und schwerwiegende Auswirkungen auf die Finanzen und die Politik von Regierung und Industrie dieses Staates haben." Richter Burns fand jedoch, daß der Begriff Geschlecht die sexuelle Orientierung einschließe, da diese biologisch vorprogrammiert sei, und daß daher eine Diskriminierung auf der Basis der sexuellen Orientierung eine sexuelle (im Sinne des physischen Geschlechts) Diskriminierung darstelle. Dieses Argument setzt wieder eine genetische oder biologische Determinierung der Orientierung voraus.

47 Blumstein, P. und Schwartz, P.: American couples: money work sex. New York: Morrow, 1983.

48 Auf dem hinteren Buchumschlag schrieb Charles Brydon, ein früheres Vorstandsmitglied der National Gay Task Force: "Ich kann die Ehrlichkeit und den Mut der Autoren nicht genug rühmen. Sie haben eine neue Verstandnistür zu den Menschen geöffnet."

49 Blumstein und Schwartz, S. 196.

50 Blumstein und Schwartz, S. 269.

51 Marotta, Toby: Sons of Harvard: gay men from the class of 1967, [ohne Ort, ohne Verlagl, 1982, S. 213. Zitiert in Fajer, Marc A., "Can two real men eat quiche together? Storytelling, gender-role stereotypes and legal protection for lesbians and gay men", in: University of Miami Law Review, vol. 46, no. 3 (Januar 1992), S. 561.

52 Silverstein, C.: Man to man: gay couples in America. New York: Morrow, 1 981. Zitiert in: Blasband, David und Peplau, Letitia Anne: "Sexual exclusivity versus openness in gay male couples", in: Archives of Sexual Behaviour, vol. 14, n. 5,1985, S. 397.

53 Blasband und Peplau, S. 403.

54 Blasband und Peplau, S. 403.

55 McWhirter, D. und Mattison, A.: The male couple. Englewood Cliffs, N.J.: Prentice-Hall, 1984, S. 253.

56 Kelly, J.A., StLawrence, J.S., Brasfield, T.L.: "Predictors of vulnerability to AIDS risk behaviour relapse", in: Journal of Consultants in Clinical Psychology 59 (1); S. 163-166; siehe auch Weatherburn, P., Hunt, A.J., Davies, P.M., Coxon, A.P.M., McManus, T.J.: "Condom use in a large cohort of homosexually active men in England and Wales", in: AIDS care 3(1) (1991), S. 31-41. Beide zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 26.

57 Connell et.al., zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 21.

58 Connell et.al., zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 26.

59 Bell, A.P., und Weinberg, M.S.: Homosexualities: a study of diversity among men and women. New York: Simon and Schuster, 1978. Zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 22.

60 Brown, P.: "Dangers of monogamy", in: New Scientist 135 (1838) (1992), S. 38. Zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 22.

61 Saghir und Robins, zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 22.

62 Matthews, G.W., Neslund, V.S.: "Trends in AIDS litigation in the United States - 1983 to 1988", in: Abstracts International Conference on AIDS, June 4-61989, 5:957. Zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 27.

63 Siehe z.B. Siegel, K., Bauman, L.J., Christ, G.H., Krown, S.: "Patterns of change in sexual behaviour among gay men in New York City", in: Archives of sexual behaviour, Vol. 17, no. 6 (1988), S. 481-497.

64 Weatherburn et.al., zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 24.

65 Whitehead und Whitehead, S. 29.

66 Adib, S.M., Joseph, J.G., Ostrow, D.G., James, S.A.: "Predictors of relapse in sexual practices among homosexual men", in: AIDS Education and Prevention 3(4), S. 293-304. Zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 29.

67 Aaron, William: Straight. Garden City, N.Y.: Doubleday and Co., 1972. Zitiert in: The Coalition of Concerned Citizens, The Social Effects of Homosexuality in New Zealand, Christchurch, Neuseeland: The Coalition, ca. 1985, S. 26.

68 Fein, B. und und Stoddard, T: Gay Marriage: schould homosexual marriages be recognised legally?, in: ABA Journal 76 (Jan. 1990), S. 43.

69 Cameron, Paul, Playfair, William 1., Wellum, Stephen: The Homosexual Lifespan. Washington D.C.: Familiy Research Institute Inc., 1992. Zitiert in Knight, S. 6.

70 Kelly, J.A., St. Lawrence, J.S., Brasfield, T.L., (1991): Predictors of vulnerability to AIDS risk behaviour relapse. Journal of consultnts in Clinical Psychology 59 (1):163-166, Zit. nach Whitehead und Whitehead, S. 22

71 Solzhenitsyn, Aleksandr: A Warning to the West. New York: Harper and Row, 1978, S. 64. Zitiert in Grant und Horne.

72 Jay, K. und Young, A.: The Gay Report 3. [Ohne Ort, ohne Verlag] 1979, S. 73. Zitiert in Fajer, S. 539.

73 Worthen, Frank: S.O.S. message, Understanding the San Francisco homosexual: what is wrong here, why are S.F. gays so militant? (21. August 1981) Memo an Straßenevangelisationsteams.

74 Dies zeigt sich am deutlichsten in einem Artikel, der in dem offiziellen Organ der Homosexuellen in der amerikanischen Episkopalischen Kirche erschien. Joan Clark schreibt: "Im folgenden möchte ich mich auf den Kampf zur Abschaffung der Homophobie als Kampf um Gerechtigkeit konzentrieren - ein Kampf, der die gleiche Tiefe, Kraft und thematische Verknüpfung zeigt wie andere Befreiungskämpfe, also die gegen den Rassismus, Sexismus, Klasissmus und Imperialismus." Clark, Joan L.: "Homophobia, hysteria and hypocrisy", in: Integrity Forum 7. Oak Park, Ill.: Integrity, 1981. Zitiert in Rueda, S. 118.

75 Rueda, S. 117.

76 Posner, S. 292.

77 Für eine Kritik von Kinseys methodologischen Fehlern siehe Reisman, J., Eichel, E.W. und Muir, J.G.: Kinsey, sex and fraud: the indoctrination of a people, hg. von Muir, J.G. und Court, J.H. Lafeyette, Louisiana: Lochinvar-Huntingdon House, 1990. Siehe auch Whitehead und Whitehead, S. 39-40.

78 De Cecco, John P.: "Sex and more sex: a critique of the Kinsey conception of human sexuality", in: McWhirter, D.A., Sanders. S.A., Reinisch, J.M. (Hg.), Homosexuality/ Heterosexuality: concepts of sexual orientation, New York: Oxford University Press, 1990, S. 367-386.

79 Whitehead und Whitehead, S. 106.

80 Siehe z.B. den Fall der Georgetown University (Whitehead und Whitehead, S. 99-102).

81 Antonio, G.: "Anti-discrimination legislation may be hazardous to your health", in: New Dimensions Special Issue 40-41 (1989). Zitiert in Whitehead und Whithead, S. 103.

82 Whitehead und Whitehead, S. 99.

83 Butcher, A.: Homosexual Law Reform Bill. Summary of Submissions. Wellington: Select Committee on Justice and Law Reform, 1985. Zitiert in Whitehead und Whitehead, S. 29-30.

84 Whitehead und Whitehead, S. 38.

Dieser Vortrag ist mit freundlicher Genehmigung nachgedruckt worden aus:

Homosexualität und christliche Seelsorge

Ein Werkbuch für die Kirche

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